Category Archives: IGEL-Prinzipien

In drei Stufen zum nachhaltigen Erfolg

Für nachhaltigen Erfolg muss man drei Stufen erklimmen. Jede für sich ist eine Herausforderung, die es zu meistern gilt. Doch das wird nur gelingen, wenn man das zugrunde liegende Problem verstanden und gelöst hat. Zudem muss der Fortschritt auf der Erfolgsleiter gemessen und überwacht werden.

Es ist ähnlich wie bei den Computerspielen – man muss das erste Level schaffen, bevor man das zweite spielen kann; das zweite meistern, bevor man das dritte spielen darf, und so fort. Erfolgreiche Unternehmensentwicklung funktioniert ebenso.

  • Bevor Sie sich auf den Erfolg fokussieren, müssen Sie wissen was Wichtig ist und sich immer  zuerst darum kümmern – nur so können Sie ihre Ressourcen bestmöglich einsetzen.
  • bevor Sie die Wettbewerber abhängen, müssen Sie ihr Unternehmen besser und anpassungsfähiger machen – nur so können Sie Ihre Wettbewerber überholen.
  • auf dem Weg zu Marktführerschaft und dauerhaftem Erfolg, müssen Sie sicherstellen, dass Ihnen nichts dazwischen kommt – nur so können Sie nachhaltig erfolgreich werden und bleiben.

Das klingt vielleicht einfach, doch jedes Jahr scheitern zehntausende von Unternehmen, weil sie genau dies nicht vermochten.

In diesem Blog zeigen wir Ihnen für jede dieser Stufen eine Lösung auf, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickelt haben. Sie alle bauen auf der Erfolgsfokussierten Priorisierung auf, da mit dieser Methode sowohl der Handlungsbedarf messbar, als auch der Fortschritt messbar ist.

Da mit diesen Lösungen die Denk- und Handlungsweisen aller Mitarbeiter auf Erfolg ausrichtet und nachhaltig geprägt werden, entsprechen sie dem IGEL-Prinzip.

Im Artikel  über das TakeOff-Management habe ich beschrieben, wie meine Kunden die erste Stufe erfolgreich gemeistert haben:

Stufe 1  Effektivität steigern – TakeOff-Management

  1. Wichtigkeit messen und entsprechend entscheiden
  2. Fehler, Schäden und Reklamationen analysieren und Ursachen identifizieren
  3. sich immer zuerst um die Wichtigen Dinge kümmern

In den folgenden Artikeln werde ich aufzeigen, wie die zweite und dritte Stufe erfolgreich gemeistert werden. An dieser Stelle möchte ich jedoch schon einmal eine kurze Zusammenfassung geben:

 

Stufe 2  Performance steigern – Performance-Management

  1. Performancedaten aus dem TakeOff-Management auswerten
  2. UnternehmensPerformance messen
  3. PerformanceKiller und Ineffizienz beseitigen

Stufe 3  Erfolgsfaktoren in Balance entwickeln – ErfolgsManagement

  1. Erfolgsfaktoren überwachen
  2. PerformanceKennzahlen auswerten
  3. Fehlentwicklungen beseitigen

Unternehmen, die alle drei Stufen gemeistert haben, sind effektiver, schneller und effizienter als ihre Wettbewerber, überholen diese und werden zum unumstrittenen Marktführer, solange Sie dieses System konsequent anwenden und weiter ausbauen.

Take-Off-Management – Ressourcen bestmöglich nutzen

Das Take-Off-Management wurde in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickelt, um die Ressourcen bestmöglich zu nutzen und die wichtigen Projekte schnellstmöglich umzusetzen. Dieses Instrument basiert auf der Erfolgsfokussierten Priorisierung – einer Weiterentwicklung des Eisenhower-Prinzips.

Im Arbeitsalltag meiner Kunden bewährte sich die ErfolgsPrioritätsZahl (EPZ) besonders als Ordnungskriterium zur Steuerung von Engpässen. Diese sind es nämlich, die über den Wachstum und Erfolg des Unternehmens bestimmen. Selbst kleine Engpässe an Erfolgskritischen Stellen kosten sofort Umsatz und Ertrag. Es ist wie bei den Autobahnen, selbst eine nur 20 Meter lange Baustelle führt auf viel befahrenen Strecken sofort zu stark sinkendem Verkehrsfluss und kilometerlangem Staus.

Da die EPZ immer einen Wert zwischen 1-1.000 hat und die Wichtigkeit für das Unternehmen angibt, konnten wir die Erkenntnisse der Engpassstrategie zur Steuerung von Maßnahmen und Projekten anwenden. Hierfür entwickelten wir ein Take-Off-Management, mit dem Engpassressourcen ( z. B. Geld oder fähige Mitarbeiter, seltene Materialien etc.) immer bestmöglich, also zuerst für Maßnahmen mit hoher EPZ eingesetzt werden.

Bei einem unserer Kunden war die Konstruktion ein solcher Engpass. Die zahlreichen Änderungswünsche aus der Kundschaft und der Fertigung lastete die Konstruktion nahezu aus – die Entwicklung von neuen und marktfähigen Produkten kam nahezu zum Stillstand. Außerdem waren die Konstrukteure total genervt, weil Betriebsleiter und Verkauf ständig die Reihenfolge der Entwicklungsprojekte veränderte, damit das jeweilige Lieblingsprojekt  bevorzugt behandelt wurden.

Kam der jeweils andere dahinter, machte er seinen Einfluss beim Chef geltend und die Projektreihenfolge musste durch sein Machtwort nochmals geändert werden. So hatten jeder Konstrukteure immer mehrere Projekte, an denen er gleichzeitig arbeiten musste, viel Stress mit unzufriedenen Vorgesetzten und kamen kaum noch von der Stelle.

Durch Einführung des ErfolgsKompass wurden alle Marktchancen von Kundenanfragen bewertet. Bei den Änderungswünschen der Fertigung wurde das Einsparpotenzial gewichtet.  Mit Hilfe der EPZ wurden die Konstrukteure von Projekten mit niedriger EPZ entlastet und die fähigsten Mitarbeiter bekamen die Projekte mit hoher EPZ. Da nach objektiven Kriterien gewichtet wurde, konnten die Vorgesetzten auch damit leben, wenn ein wichtigeres Projekt zuerst abgearbeitet wurde. Die Konstrukteure konnten endlich in Ruhe arbeiten, die Anzahl angefangener Projekte ging drastisch zurück und die wichtigen Projekte wurden deutlich schneller vorangetrieben. Durch den geordneten Ablauf wurden wieder deutlich mehr neue Produkte entwickelt und die Termintreue aller Entwicklungsprojekte wurde drastisch verbessert.

 

Die EPZ – Nährwert für das Unternehmen

Kompas freigestellt

Die ErfolgsPrioritätsZahl, kurz EPZ genannt, zeigt den Nutzen an, den eine Maßnahme für das Unternehmen hätte, so wie die Kalorie den Nährwert von Lebensmitteln angibt. Um bei diesem Bild zu bleiben: Die ermittelte EPZ gibt den Nährwert an, den das Unternehmen für seine Entwicklung braucht.

In ruhigen Zeiten besteht nur ein geringer Handlungsbedarf für Veränderungen, doch in Zeiten schneller Veränderungen und in Krisen steigt er stark an. Der höhere Wettbewerbs- und Kostendruck führt zu einem starken Anpassungsdruck. Die Zahl der Kundenabwanderungen und Zahlungsausfälle und steigt ebenso, wie die Zahl der kritischen Kunden und Reklamationen. Durch die zahlreichen Veränderungen kommt es verstärkt zu internen Fehlern.

Unternehmen, die den ErfolgsKompass verwenden, wissen genau wo und wie hoch der Handlungsbedarf ist und kümmern sich immer zuerst um die Ereignisse und Potenziale mit der höchsten ErfolgsPrioritätsZahl (EPZ). Das ist wie beim Kalorienbedarf des Menschen – je höher er ist, desto mehr Nahrungsmittel mit hoher Kalorienzahl muss er zu sich nehmen, um leistungsfähig zu bleiben.

Die EPZ zeigt an, wie stark sich ein Ereignis oder Potenzial auf den zukünftigen Erfolg des Unternehmens auswirken wird.

Folgerichtig steigt der Nutzen von Maßnahmen und Projekten umso höher, je wird sie auch zur Priorisierung der Maßnahmen und Projekte eingesetzt.

Da die Maßnahmen mit hoher EPZ den höchsten Nutzen für das Unternehmen haben, müssen möglichst viele Maßnahmen und Projekte mit hoher EPZ umgesetzt werden.

Erfolgsfokussierte Priorisierung

Mit EFP – einer beim Strategiepreis 2012 ausgezeichneten Methode, wissen die Führungskräfte stets vorher, welche Maßnahmen sich lohnen und wo der größte Nutzen erzielbar ist. Mit den ermittelten Ergebnissen als Steuerungsgröße werden Unternehmen schnell effizienter und wettbewerbsfähiger.

Immer mehr Unternehmen setzen auf EFP, weil die Bewertungsmethode drei große Vorteile miteinander vereint:

  • EFP ist universell einsatzbar
    Durch ihren ganzheitlichen Ansatz lässt sich mit EFP nicht nur der finanzielle Aspekt bewerten, sondern auch die Faktoren, die sich indirekt auf das finanzielle Ergebnis und die Kundenzufriedenheit auswirken, wie z.B.  Effizienz, Qualität, Umwelt, Gesundheit und Image.
  • EFP ist einfach anwendbar
    EFP ist eine zweistufige Bewertungsmethode, bei dem die Anwender den potenziellen Nutzen bzw. den Ressourcenbedarf anhand von jeweils 3 Kriterien und kleinen Hilfstabellen einstufen.
  • EFP liefert in kürzester Zeit eindeutige und nachvollziehbare Ergebnisse
    Die Hilfstexte in den Tabellen sind genauestens aufeinander und auf das Unternehmen abgestimmt. Da die Hilfstexte 10-er Skalen abbilden, kommen die Anwender in nur 2 Minuten zu eindeutigen und nachvollziehbaren Ergebnissen Die Erfolgsfokussierte Priorisierung ist eine Weiterentwicklung des legendären Eisenhower-Prinzip. Mit ihr werden Wichtigkeit und Handlungsbedarf anhand objektiver Kriterien gemessen und Priorität als nachvollziehbarer Wert angezeigt.
Nutzenformel-Hinweise

Nutzen als objektiver Maßstab

  • Nutzenpotenzial (EPZ)
    Um das Nutzenpotenzial einer Maßnahme zu bestimmen, werden die Wichtigkeit für die Zielerreichung, die Dringlichkeit des Bedarfs und die Höhe der Auswirkung mit Hilfe kleiner Tabellen bewertet. Durch Multiplikation der ermittelten Einzelwerte (1-10) erhält man einen Wert zwischen 1 und 1.000.
  • Ressourcenbedarf (RBZ)
    Hierzu werden ext. Kosten, interner Aufwand und Folgekosten mit Hilfe kleiner Tabellen eingestuft. Durch Multiplikation der ermittelten Einzelwerte (1-10) erhält man immer einen Wert zwischen 1 und 1.000. Je höher er ist, desto höher ist Gesamtaufwand für das Projekt.
  • MiniMax-Index (MMI)
    Durch einfache Division von EPZ u. RBZ lässt sich der MMI ermitteln. Da der ermittelte Wert das Verhältnis von Nutzenpotenzial und Ressourcenbedarf anzeigt, ob und in welchem Maße sich die Maßnahme lohnen wird.

Die mit EFP ermittelten Werte zeigen den Nutzwert von Maßnahmen ebenso an, wie die Kalorie den Nährwert von Lebensmitteln. Die Bewertungsergebnisse ermöglichen es, die unterschiedlichsten Positionen miteinander zu. So werden die Kosten- und Erfolgstreiber bereits bei der Budgetierung erkennbar.

Kosten- und Erfolgstreiber auf einen Blick

Kosten- und Erfolgstreiber auf einen Blick

EFP sorgt auch im laufenden Jahr für glasklare Prioritäten, wenn die ursprüngliche Projektreihenfolge aufgrund aktueller Ereignisse überplant werden muss.

Durch die eindeutigen Werte können die neuen Maßnahmen schnell und folgerichtig eingeplant werden. So wissen die Mitarbeiter stets genau, worauf es wirklich ankommt.

to-do-liste-neu2015

jederzeit glasklare Prioritäten

 

So werden zeitraubende Diskussionen, Missverständnisse und Prioritätenkonflikte vermieden und Projekte mit hohem Nutzen deutlich schneller und effizienter umgesetzt.

EFP zählt zu den wenigen universell anwendbaren IGEL-Prinzipien, da man mit dieser Methode die Mittel und Kräfte stets optimal einsetzt und deutlich bessere Resultate erzielt.