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verlässliche Performance-Kennzahlen für Unternehmer

Obwohl Darwins These vom „survival of the fittest“ auch in der Wirtschaft gilt, fehlen verlässliche Performance-Kennzahlen zur  Messung von Unternehmensentwicklung und Anpassungsfähigkeit.

Deshalb wird die Entwicklung von Unternehmen auch heute noch so gesteuert, wie ein Auto vor der Erfindung des Tachos. Damals wurde das Tempo auch anhand von Hilfsgrößen geschätzt, z. B. der Motordrehzahl, der gestoppten Zeit oder anhand von diversen Klappergeräuschen. Nicht die Anzahl der angemeldeten Patente ist für den Erfolg entscheidend, sondern ihr Marktpotenzial. So kann ein einziges Patent mehr zum Erfolg des Unternehmens beitragen als alle anderen zusammen.

Selbst moderne Management-Informations-Systeme liefern den TOP-Führungskräften nur betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Prozessdaten, also Daten, die sich auf Vergangenes beziehen. Unternehmenssteuerung mit solchen Kennzahlen ist genauso gefährlich, wie ein Auto mit Blick in den Rückspiegel zu lenken. Über den zukünftigen Erfolg bestimmen jedoch die Chancen und Risiken, und diese kann ich nur erkennen wenn ich aufmerksam nach vorne schaue.

Deshalb schauen clevere Unternehmer immer nach vorne, doch was ihm wirklich fehlt, sind verlässliche Performance-Kennzahlen – also Daten  für eine systematische Unternehmensentwicklung. Denn nur so kann er seine Ressourcen dort einsetzen, wo der größte Nutzen erzielbar ist.

Die PerformanceBilanz® schafft endlich Abhilfe zu diesem grundsätzlichen Problem.  Sie basiert auf den Daten aus den Prozessen und dem TakeOff-Management. Mit Hilfe der Erfolgsfokussierten Priorisierung wird die Bedeutung der tagtäglichen Ereignisse, Potenziale und Probleme bewertet und als eindeutiger Wert zwischen 1 und 1.000 ausgedrückt – je höher der ermittelte Wert (EPZ) ist, desto höher ist der Handlungsbedarf für Maßnahmen und Projekte.

Mit Hilfe des TakeOff-Management werden alle eingeleiteten Maßnahmen und Projekte überwacht. Diese Daten werden mit Hilfe der PerformanceBilanz®  ausgewertet. Durch sie erfährt der Unternehmer nicht nur wie sich das Unternehmen entwickelt und wie anpassungsfähig es ist, sondern auch wie hoch die Chancen- und Risikopotenziale sind – existenzielle Voraussetzungen für eine systematische Unternehmensentwicklung.

 

Performancemanagement mit Blick nach vorne

 

Denn die Fähigkeit die Ressourcen auf das Entscheidende zu fokussieren, bestimmt darüber, ob das Unternehmen scheitert, halbwegs erfolgreich ist oder sich zum Marktführer entwickelt. Deshalb ist es für den Erfolg des Unternehmens von entscheidender Bedeutung.

 

In drei Stufen zum nachhaltigen Erfolg

Für nachhaltigen Erfolg muss man drei Stufen erklimmen. Jede für sich ist eine Herausforderung, die es zu meistern gilt. Doch das wird nur gelingen, wenn man das zugrunde liegende Problem verstanden und gelöst hat. Zudem muss der Fortschritt auf der Erfolgsleiter gemessen und überwacht werden.

Es ist ähnlich wie bei den Computerspielen – man muss das erste Level schaffen, bevor man das zweite spielen kann; das zweite meistern, bevor man das dritte spielen darf, und so fort. Erfolgreiche Unternehmensentwicklung funktioniert ebenso.

  • Bevor Sie sich auf den Erfolg fokussieren, müssen Sie wissen was Wichtig ist und sich immer  zuerst darum kümmern – nur so können Sie ihre Ressourcen bestmöglich einsetzen.
  • bevor Sie die Wettbewerber abhängen, müssen Sie ihr Unternehmen besser und anpassungsfähiger machen – nur so können Sie Ihre Wettbewerber überholen.
  • auf dem Weg zu Marktführerschaft und dauerhaftem Erfolg, müssen Sie sicherstellen, dass Ihnen nichts dazwischen kommt – nur so können Sie nachhaltig erfolgreich werden und bleiben.

Das klingt vielleicht einfach, doch jedes Jahr scheitern zehntausende von Unternehmen, weil sie genau dies nicht vermochten.

In diesem Blog zeigen wir Ihnen für jede dieser Stufen eine Lösung auf, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickelt haben. Sie alle bauen auf der Erfolgsfokussierten Priorisierung auf, da mit dieser Methode sowohl der Handlungsbedarf messbar, als auch der Fortschritt messbar ist.

Da mit diesen Lösungen die Denk- und Handlungsweisen aller Mitarbeiter auf Erfolg ausrichtet und nachhaltig geprägt werden, entsprechen sie dem IGEL-Prinzip.

Im Artikel  über das TakeOff-Management habe ich beschrieben, wie meine Kunden die erste Stufe erfolgreich gemeistert haben:

Stufe 1  Effektivität steigern – TakeOff-Management

  1. Wichtigkeit messen und entsprechend entscheiden
  2. Fehler, Schäden und Reklamationen analysieren und Ursachen identifizieren
  3. sich immer zuerst um die Wichtigen Dinge kümmern

In den folgenden Artikeln werde ich aufzeigen, wie die zweite und dritte Stufe erfolgreich gemeistert werden. An dieser Stelle möchte ich jedoch schon einmal eine kurze Zusammenfassung geben:

 

Stufe 2  Performance steigern – Performance-Management

  1. Performancedaten aus dem TakeOff-Management auswerten
  2. UnternehmensPerformance messen
  3. PerformanceKiller und Ineffizienz beseitigen

Stufe 3  Erfolgsfaktoren in Balance entwickeln – ErfolgsManagement

  1. Erfolgsfaktoren überwachen
  2. PerformanceKennzahlen auswerten
  3. Fehlentwicklungen beseitigen

Unternehmen, die alle drei Stufen gemeistert haben, sind effektiver, schneller und effizienter als ihre Wettbewerber, überholen diese und werden zum unumstrittenen Marktführer, solange Sie dieses System konsequent anwenden und weiter ausbauen.

Ursachen für schlechten Wirkungsgrad

Blaue-Kugel

Die Studie Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung belegt, dass der Wirkungsgrad bei der Umsetzung von Maßnahmen und Projekten katastrophal schlecht ist. Für diese Studie wurden 962 Führungskräfte aus zahlreichen Branchen  über einen Zeitraum von 4 Jahren interviewt.

In ihr weist  Prof. Manfred Gröger nach, dass nur 43% aller Projekte strategisch sinnvoll, also effektiv waren. Damit nicht genug: von diesen 43 % wurden nur  31% termintreu und erfolgreich umgesetzt. Insgesamt trugen mindestens 67% der eingesetzten Mittel nicht zum Erfolg des Unternehmens bei. Zu diesem katastrophale Ergebnis führten sicherlich mehrere Ursachen – auf eine der Hauptursache gehe ich an dieser Stelle ein.

Zu allen Zeiten wurden Maßnahmen mehr oder weniger erfolgreich priorisiert. Eine analytische Methode zur Priorisierung hat erst Dwigt D. Eisenhower entwickelt – das weltbekannte Eisenhower-Prinzip. Mit ihm der legendäre Stratege und spätere amerikanische Präsident enorme Erfolge erzielt. Denn sein Strategem lautete

„Siegen wird, wer das Wichtige erkennt und sich immer zuerst darum kümmert“.

Abb.   Das Eisenhower-Prinzip

Alle Manager der Nachkriegszeit kennen diese Methode und wandten sie sehr erfolgreich an. Doch irgendwann funktionierte Sie immer schlechter und die Priorisierungsstufen 1 bis 3 verloren ihre Bedeutung und verkamen zu reiner Routine.

Was war passiert? Als ich die Ursachen analysierte, fand ich recht schnell die Ursachen hierfür. Nicht die Methode war schlechter geworden oder die Manager, sondern die Zeit hatte zu Veränderungen geführt. In den letzten Jahrzehnten haben die stark gestiegene Komplexität und der enorme Zeitdruck zu enormen Veränderungen in den Unternehmen geführt.

Wo es früher einen Entscheider gab, gibt es heute viele Führungskräfte mit Entscheidungskompetenz. Und genau das ist die Ursache für das Problem, denn diese Führungskräfte denken oftmals nicht unternehmerisch.

So verkommt die Priorität zum Ergebnis So bestimmen die subjektive Sichtweise und die persönlicher Ziele der Führungskräfte, darüber, was für das Unternehmen wichtig ist und priorisieren entsprechend. Da sie das Eisenhower-Prinzip anwenden, sind sie dem Ergebnis ihrer Einstufung überzeugt – wie alle anderen auch.

Aufgrund der unterschiedlichen Sichtweisen verpufft ein Großteil der Engagements in Ärger, Hektik und Stress, anstatt sinnvoll eingesetzt zu werden.

Problem: Wirkungsgrad Projektmanagement

Rote-Kugel

Der schlechte Wirkungsgrad von Projekten und Maßnahmen ist in vielen Unternehmen ein Problem, weil es keine einheitliche Priorisierung gibt. Hierdurch blockieren sich die Projekte gegenseitig an den Engpässen.

Unternehmen ohne objektive Priorisierungsmethode kann man daran erkennen, dass es eine Vielzahl von Maßnahmen mit der Priorität 1, Eilt-Sehr oder ähnlichen Vermerken gibt. Mit diesen Hinweisen will jeder zeigen dass seine Maßnahme die wichtigste ist und sofort bearbeitet werden muss.

Da keiner darauf vertrauen kann, dass diese Hinweisen ernst genommen werden, kommt es zu einer Flut von Nachfragen, ob die Maßnahme denn schon bearbeitet wird, und wann diese fertig wird.

Das kostet jeden Mitarbeiter jeden Tag Zeit und das Unternehmen viel Geld. Viel schlimmer ist jedoch, dass Prioritäten oftmals willkürlich und nach subjektiven Kriterien vergeben werden. So werden knappe Ressourcen für weniger wichtige Dinge vergeudet und wichtigere Dinge bleiben liegen.

Die Studie Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung belegt, dass der Wirkungsgrad im Projektmanagement katastrophal schlecht ist. Sie wurde von Prof. Manfred Gröger, von der Fakultät Betriebswirtschaft der Hochschule München erstellt, um die Effektivität und Effizienz der Projektarbeit zu bestimmen. Hierfür hatte er über einen Zeitraum von vier Jahren 962 Führungskräfte aus zahlreichen Branchen befragt.

Abb. Ergebnisse der Studie

Dabei stellte er fest, dass nur 43% aller Projekte strategisch sinnvoll waren. Und von diesen 43%  waren nur 31% aller Projekte termintreu und erfolgreich umgesetzt.

Der gesamte Wirkungsgrad aller Projekte betrug also nur 13%. Nach seiner Schätzung gehen in deutschen Unternehmen jedes Jahr 150 Milliarden EURO durch „Projektitis“ und ineffiziente Umsetzung in Rauch auf.

Ein IGEL-Prinzip ist …

Igel

… immer ein verblüffend einfaches Wirkungsprinzip, das erst einmal  aus dem Dschungel an Informationen herausgearbeitet und verstanden sein muss, damit es immer wieder zu richtigen Handlungsweisen führt. Unternehmen die über ein IGEL-Prinzip verfügen, setzen sich gegen viel größere Wettbewerber und sogar gegen Markttrends durch.

Ein Geschäftsfreund erzählte mir neulich eine Geschichte, die das sehr gut versinnbildlicht.

Es war einmal ein arabischer Vater der hatte 3 Söhne. Als er starb, hinterließ er Ihnen 17 wertvolle Kamele. Seinem Testament zufolge sollten diese folgendermaßen aufgeteilt werden:

  • der älteste Sohn erhält die Hälfte,
  • der zweite Sohn erhält ein Drittel und
  • der dritte Sohn ein Neuntel der Kamele.

Da sich 17 als Primzahl weder durch 2, noch durch 3 oder 9 teilen lässt, entbrannte ein heftiger Streit zwischen den Brüdern.

In dieser Situation kommt ein Fremder daher geritten, und man bat ihn um Hilfe.. Er hörte sich den schwierigen Fall an und stellte nach einigem Überlegen sein eigenes Kamel zu den 17 Kamelen der Familie und löste den schwierigen Fall auf überraschend einfache Art.

–          Der älteste bekommt die Hälfte, also neun Kamele,

–          der zweite ein Drittel, also sechs Kamele und

–          der dritte Sohn erhält ein Neuntel, also zwei Kamele.

Nachdem die Kamele so aufgeteilt sind, machen alle eine erstaunliche Entdeckung, denn

9 + 6 + 3 = 17

Das von dem Weisen dazugestellte Kamel blieb für ihn selbst übrig. Da er das Problem gelöst hatte, stieg er auf sein Kamel und ritt seines Weges.

Nur weil er das Problem von einem Meta-Standpunkt betrachtete, konnte er das Problem lösen. Wir machen wir das ebenso: Als Systemanalytiker betrachten wir das ganze Wirkungsgeflecht. Und erst wenn wir die genaue Wirkungsweise verstanden haben, setzen wir mit unserer Lösung exakt dort an, wo das gewünschte Ergebnis mit geringstem Aufwand zu erzielen ist.

Deshalb sind unsere Kunden besser, schneller und erfolgreicher. Sie hängen nicht nur ihre Wettbewerber ab, sondern erhalten für ihre hervorragenden Leistungen Preise oder werden hierfür nominiert.

Im Laufe der Jahre haben wir für zahlreiche Problemkreise Lösungen entwickelt. Die animierten Ursachen-/Wirkungsdiagramme stehenden allen Erfolgstreibern zur Verfügung. Werden auch Sie Mitglied im Club der Erfolgstreiber.

Die Entdeckung des IGEL-Prinzip …

Igel

… erfolgte durch Tim Collins, dem Bestsellerautor von Der Weg zu den Besten. Der weltweit anerkannte Wirtschaftswissenschaftler hatte nach Mustern und Gemeinsamkeiten extrem erfolgreicher Unternehmen gesucht. Um in die Analyse aufgenommen zu werden, mussten die Unternehmen einen enormen Durchbruch erzielt, mindestens 15 Jahre in Folge äußerst erfolgreich sein und alle Wettbewerber überrundet haben.

Solche Unternehmen nannte er Take-off-Unternehmen. Bei seinen jahrelangen Analysen identifizierte er auch das IGEL-Prinzip, über das jedes dieser Unternehmen verfügte. Hierbei handelt es sich nicht um eine Strategie, sondern um eine Einsicht, alles auf eine ganz bestimmte Art zu tun. Erst nach Entdeckung des IGEL-Prinzips und durch seine konsequente Anwendung machte es sie zu Take-off-Unternehmen.

Solange die Führungskräfte es anwenden, bleiben sie erfolgreich,– entgegen jedem Trend und unabhängig davon, wie stark die Wettbewerber sind. Collins benannte dieses Prinzip nach einer Fabel von Aesop, denn die Take-off-Unternehmen verhielten sich wie die Igel in der Fabel. Sie waren einfache, gedrungene Kreaturen, die nur eine Verhaltensweise perfekt beherrschten und sich konsequent daran hielten.

Die Wettbewerber waren wie die Füchse – listige, gerissene Kreaturen, die viel wissen, die aber immer ad-hoc entscheiden. Sie konnten den Igel niemals fressen, weil der sich immer sofort einigelte, egal was der Fuchs auch anstellte um ihn zu überlisten.

Jedes dieser Take-off-Unternehmen hatte ein spezielles Wirkungsprinzip erkannt, dass ihnen in ihrer Branche zu außergewöhnlichem Erfolg und zu einem nicht mehr einholbaren Spitzenposition verhalf. So auch die ALDI-Brüder, die das IGEL-Prinzip für den Discounthandel fanden: begrenztes Angebot, Dauerniedrigpreise, gleichmäßig hohe Qualität und perfekte Logistik. Was 1961 im Ruhrgebiet begann, machte das Unternehmen zu einem der Marktführer in Europa und die Aldi-Brüder zu Superreichen.

Nahezu alle bekannten Wirkungsprinzipien sind branchenspezifisch. Doch es gibt auch universell anwendbare IGEL-Prinzipien, die unabhängig von Branchen oder Unternehmensgröße angewandt werden können. Es mag zwar mehr geben, doch kenne ich nur zwei. Das eine ist Positionierung, zum Beispiel mit der EngpassKonzentrierten Strategie (EKS) und das andere ist die Erfolgsfokussierte Priorisierung (EFP).

Während das Unternehmen mit EKS so positioniert wird,  dass es eine reelle Chance hat, Marktführer zu werden, stellt EP sicher, dass das Unternehmen durch viele gute Entscheidungen auch dort anlangt und Marktführer bleibt.